Meine Koch„karriere“ begann vor einer gefühlten Ewigkeit mit Anfang 20 nach dem Auszug von daheim. Beim Backen (und Teig-Naschen) war ich schon als kleiner Dreikäsehoch immer mitten drin gewesen, aber beim Kochen hatte ich bis dahin eher nur zugekuckt (wenn auch sehr interessiert). Sporadische Versuche hier und da so wie die paar Jahre Wahlfach Hauswirtschaft änderten auch nichts daran, dass ich noch ganz schön grün hinter den Ohren war, als ich dann also in meiner ersten eigenen Küche stand, bewaffnet mit ein paar Kopien von ausgewählten Rezepten aus 70er-Jahre-Kochbüchern sowie vom Notizbuch meiner Mama mit den Familienrezepten (wobei sie selbst ja eher nicht so die ambitionierte Köchin war – bei uns in der Familie hatte und hat mein Stiefpapa die Kochschürze an, immer sehr zur Freude aller großen und kleinen Gaumen).

Als ich nicht mehr daheim wohnte, fiel diese Verköstung natürlich weg (mal abgesehen von Sonntags, wenn ich zum Familienessen ins Alteheim1 fuhr). So wagte ich mich hier und da also auch mal an etwas aufwändigere Rezepte, wenn Besuch kam, und irgendwann kochte ich regelmäßig für zwei. Geteilte Gaumenfreude ist doppelte Gaumenfreude. Sind wir doch mal ehrlich, wenn’s nicht nur selbst, sondern auch anderen schmeckt, macht das Experimentieren und Hantieren mit Kochlöffel & Co. gleich zweimal so viel Spaß. So probierte ich Neues und optimierte meine Lieblingsrezepte, aber stand trotzdem doch noch viel zu oft ratlos da, wenn es um die Frage ging, was es heute/morgen/demnächst zu essen gibt. Also galt es, alle auf Wohlgefallenen gestoßenen Gerichte in einer Liste zu sammeln und zu kategorisieren. Anfangs noch „analog“ in einem Ordner, dann irgendwann ab 2008 oder so auf der eigenen Homepage (schön versteckt vor Google, denn der breiten Öffentlichkeit wollte ich meine ersten Gehversuche im Web lieber nicht zumuten ;-)).2

Mit den Jahren ist viel zusammengekommen, wie ein kleines Eichhörnchen sammelte ich Links zu neuen Rezepten und auch Erfahrung mit dem Drumherum. Vor einiger Zeit investierte ich sogar in ein professionelleres Website-Theme und setzte die Seite komplett neu auf. Zum jetzigen Zeitpunkt ist sie angesichts der Fülle an  Inhalt glatt ein bisschen unübersichtlich geworden, und nachdem ich nun diesen Blog habe, kam mir die Idee, zumindest einen kleinen Teil davon (mit meinen Lieblingsrezepten und ein paar ausgewählten Links zu Rezepten auf anderen Seite) als Unterseite einzubinden.

Gedacht, getan. Et voilà, ich präsentiere stolz … nein, Moment, nicht so schnell. Eine kleine Warnung: Vorerst ist es tatsächlich erst mal nur eine Liste, die ein wenig Inspiration bieten kann, wenn man mal wieder planlos im Supermarkt steht. Nach und nach möchte ich – so wie ich es ja schon begonnen habe – meine Lieblingsrezepte kochen, dokumentieren, hier auf den Blog stellen und dort verlinken. Ich weiß, dieses Projekt klingt ein bisschen nach dem Film Julie & Julia (ihr erinnert euch an mein PS von diesem Beitrag?), aber ich koche weder 524 Rezepte nach noch setze ich mir eine Deadline. Abgesehen davon hatte ich noch nie ein Kochbuch in der Hand, das ich tatsächlich von vorne bis hinten hätte durchkochen wollen – es hatte noch jedes Kochbuch irgendwelche Rezepte drin, die mich gar nicht interessierten 😉

Zwei kleine Hinweise: Es fehlt hier und da noch was, aber ich wollte euch trotzdem schon mal drauf los lassen. Und ihr müsst verzeihen, dass sich Design von Blog und Rezeptesammlung unterscheiden, aber das Theme meiner alten Rezepte-Site passt einfach von der Aufteilung sehr viel besser, und so kommt es immerhin auch noch mal zu Ehren.

Also, jetzt aber:

Ich präsentiere stolz meine kleine Rezeptesammlung. Ab sofort auch als Link im Menü auf der rechten Seite.

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Fußnoten:

  1. nein, kein „n“ vergessen – unter der Bezeichnung hatte ich nach dem Auszug meine alte Telefonnummer gespeichert; ist ein Schenkelklopfer, ich weiß ;-)
  2. Schon sehr praktisch, wenn man im Supermarkt die Zutaten der eigenen Rezepte nachschauen kann. Da sag ich ausnahmsweise mal ganz ohne Ironie: Schöne neue Welt!

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