Die gemeine Rüsselseuche hat mich erwischt. Selbst schuld, wenn man nur über die Stärkung der Abwehrkräfte schreibt, aber dann nichts davon macht. Aber ein Gutes hat die Sache wenigstens: Es gibt wieder Rinderkraftbrühe. Davon mache ich bei Erkältung nämlich immer einen riesigen Topf voll. Stärkt, ist lecker und gibt ein paar Mahlzeiten her (kann man schön variieren mit verschiedenen Einlagen wie Grießnockerln oder Pfannkuchenstreifen, und am besten ist man auch ein frisches Butterbrot mit Salz dazu). Die Suppe braucht ein paar Stunden, köchelt aber die meiste Zeit allein vor sich hin und macht damit sehr wenig Arbeit (man soll sich schließlich ausruhen, wenn man krank ist).

Dazu packe ich 1 kg Suppenfleisch in den größten Topf, den ich habe, fülle ihn mit Wasser auf, gebe Meersalz und ein paar frisch zerstoßene schwarze Pfefferkörner hinzu und lasse das Ganze kurz aufkochen. Den dabei entstehenden Schaum schöpfe ich ab, drehe die Hitze zurück und lasse die Suppe die nächsten 3 bis 4 Stunden vor sich hin sieden. Zum Schluss würze ich nach Geschmack mit Brühepulver nach.

Puristen werden jetzt wahrscheinlich gleich aufschreien, dass man eine richtige Brühe doch mit Knochen und frischem Suppengemüse statt mit Brühepulver macht – ja,das ist richtig, aber Knochen bekommt man nun mal nicht mehr ganz so einfach (wenn doch: immer rein damit!!), und Gemüse schnippeln spar ich mir gern, wenn ich nicht so fit bin. Probiert doch einfach aus, wie es euch am besten schmeckt! Nur bitte beachten: Frische Petersilie erst beim Servieren drüberstreuen, nicht mitkochen, sonst wird die Suppe schnell bitter!

Außerdem noch ein kleiner Absatz bezüglich der Kochdauer: Die ist von ein paar Faktoren wie z. B. der Dicke des Fleisches abhängig, aber auch wieder von eurem persönlichen Geschmack. Es gibt auch Rezepte, laut denen die Suppe nach nur zwei Stunden fertig ist. Gar ist das Fleisch dann sicherlich, aber Suppenfleisch wird tatsächlich zärter, je länger man es kocht. Für mich persönlich muss es sich mit zwei Gabeln leicht auseinanderzupfen lassen, dann ist es optimal. Und ich bevorzuge den intensiveren Geschmack der Suppe, wenn sie so lange kochen durfte. Auch hier gilt auf jeden Fall: Einfach testen und den für euch optimalen Weg finden.

In diesem Sinne: Guten Appetit und bleibt gesund!

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