Mit großen Schritten geht es nun auf die Vorweihnachtszeit zu. Eine Woche noch, dann steht schon das erste Adventswochenende vor der Tür. An das Backen als Kind, insbesondere zur Adventszeit, habe ich so viele schöne Erinnerungen. Als Erwachsene ging es mir dann meistens so, dass vor lauter Ausnahmezustand gar nicht an Weihnachtsbäckerei zu denken war, trotz aller guten Vorsätze à la „dieses Jahr backe ich endlich wieder, wenigstens eine Sorte“. Also keine Spur von „staader Zeit“.

Kaum hat man dann Kinder im „backfähigen“ Alter, hinterfragt man erfreulicherweise gern mal, was eigentlich wichtiger ist: Auch noch der Schwippschwägerin dritten Grades ein Geschenk nach Timbuktu zu schicken oder doch lieber einen Nachmittag zusammen mit den Kleinen in Mehlstaub und Zimtduftwolke abzutauchen – auf dass auch sie ähnlich bleibende Erinnerungen an Teig-schlecken, Ausstecher-schwingen und Zuckerguss-kleckern bilden können.

Ich muss sagen, dass die Entscheidung vor einigen Jahren, dass wir Erwachsenen uns nichts mehr schenken – außer allenfalls noch Präsente aus der Küche oder eben Plätzchenteller – vieles entspannter gemacht hat.

Falls ihr backt, probiert ihr jedes Jahr was Neues? Ich finde ja immer, dass man da ganz schön auf die Nase fallen kann. Vieles schaut auf den Bildern ganz toll aus (und man wird ja schier erschlagen von den obligatorischen seitenlangen Plätzchen-Specials in den einschlägigen Zeitschriften), aber manches Gebäck schmeckt deutlich weniger interessant als es den Anschein macht, oder auch einfach mal zu trocken.

Im Folgenden meine Top 6 der bewährten Plätzchen-Rezepte aus meiner Sammlung (frühestens wenn diese sechs Sorten in Keksdosen verstaut sind, wage ich mich ans Ausprobieren neuer Rezepte):

  1. Bärentatzen (mit denen ist man im dreifachen Schokohimmel; hat meine Mama immer gemacht und war schon damals grundsätzlich die erste Sorte, von der noch nicht mal mehr Krümel übrig sind)
  2. Hirschknöpfle (Favorit aus Kindertagen; so schön buttrig-vanillig mürbe mit feiner Kakaonote drumrum  …)
  3. Heidesand mit Meersalz (geniale Kombination: Meersalz bringt das Aroma der gebräunten Butter erst richtig zur Geltung; Rezept folgt)
  4. Vanillekipferl (All-time Classic)
  5. Spitzbuben (mit verschiedensten Gelees wie Aprikose, Himbeere, Johannisbeere oder Quitte sowie Pflaumenmus)
  6. Cranberry-Limetten-Kokos-Makronen (was nicht Alltägliches mit Suchtfaktor; sehr intensiv, daher die Dreiecke nicht zu groß schneiden, lieber noch mal teilen)

 

Ebenfalls sehr zu empfehlen:

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Bald mal ausprobieren möchte ich:

 

Eine sehr hilfreiche Seite mit Tipps zum Aufbewahren, Verzieren etc. gibt’s hier.

Wer übrigens noch ein den Feiertagen angemessenes Kuchenrezept sucht, für den habe ich hier das perfekte Rezept: Schoko-Walnuss-Würfel von Anna Schwarzmann aus dem Kochquartett der Süddeutschen. Die verschenkt mein Papa jedes Jahr zu Weihnachten und ist damit der Star in der Familienrunde.

 

Also, hab ich euch genug den Mund wässrig gemacht? Der Lernturm steht bereit, nächste Woche geht’s los (länger kann ich meinen Sohn nicht mehr vertrösten – gestern hat er den eingepackten Konserven-Plätzchenteller im Supermarkt nur auf das Versprechen hin wieder weggelegt, dass es nicht mehr lange dauert, bis wir selbst backen …)
Und wann fangt ihr an? Gleich am 1. Advent oder erst kurz vor Weihnachten? So oder so: Drücken gilt nicht!

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