Als junger Teenie machte ich meine ersten Erfahrungen mit dem Verkauf meiner alten Barbie-Sammlung an einen Laden für gebrauchtes Spielzeug (die Hälfte der Sammlung wurde mir gar nicht erst angenommen, und für den Rest bekam ich bei Weitem nicht das, was ich erwartet hatte – klar, der Händler will ja auch noch Gewinn machen, aber mit 13 hat man natürlich noch herzlich wenig Ahnung von An- und Verkauf, und so empfand ich das damals schon als nicht ganz un-schmerzhaft).

Damals haftete Second-Hand-Läden auch irgendwie noch ein Hauch von „Öko“ an. Spätestens mit ebay war das aber natürlich Geschichte[/efn_note)Mit dieser Plattform machte ich dann eine ganze Reihe guter und weniger guter Erfahrungen, sowohl auf Käufer- als auch Verkäuferseite.[/efn_note], und plötzlich war es sehr viel einfacher als vorher, sein altes Zeug zu Geld zu machen – denn wer keine Lust darauf hatte, musste sich nicht mehr stundenlang auf Flohmärkte stellen oder eben an Second-Hand-Läden verkaufen. Jetzt, fast 25 Jahre später1, gibt es eine schier schon nicht mehr überschaubare Anzahl an verschiedenen Online- und Offline-Möglichkeiten, wie man nicht mehr benötigte Dinge wieder los wird, von Apps über Ankaufdienste für alte Bücher, CDs und DVDs hin zu Marktplätzen bei Online-Händlern und den althergebrachten Kleinanzeigen (sowohl online als auch in Form der guten alten Zeitungsannonce – wobei auch die eigentlich inzwischen so gut wie immer auch im Internet erscheinen).

Ich muss auch echt sagen, dass es mir für so ein paar Dinge nie in den Sinn kommen würde, diese neu zu kaufen. Beispielsweise ein Auto. Oder einen Kinderwagen. Beides ist mir neu viel zu teuer und mit viel zu großem Wertverlust behaftet. Kinderklamotten müssen erst recht nicht neu sein, so schnell wie die lieben Kleinen wieder herauswachsen. Und vor allem bin ich davon abgekommen, Kinderschuhe neu zu kaufen. Bei dem stetig wachsenden Schuhberg im Keller könnte man glauben, dass Füße die am schnellsten wachsenden Körperteile sind. Stimmt wahrscheinlich nicht, aber trotzdem …

Ganz praktisch finde ich in der Hinsicht die Website Mamikreisel, die hab ich vor ein paar Monaten für mich entdeckt (bisher nur kaufenderweise, noch nicht als Verkäufer). Da hab ich nun schon so manches süße Teil her, und die Versandkosten lohnen sich schnell, wenn man jemanden mit ähnlichem Geschmack findet, der gleich einen ganzen Schwung an Klamotten in der nächsten Größe anbietet.

Abseits vom Internet haben außerdem Kindersachenbasare für mich einen ganz besonderen Charme, da geh ich gern stöbern.2 Vor allem auf den reinen Spielzeugbasaren wird man schnell selbst wieder zum Kind (und ist ein bisschen gefährdet, mit viel zu viel Zeug wieder rauszugehen).

Nun wage ich mich zum ersten Mal daran, selbst einen Korb mit nicht mehr benötigten Sachen zusammenzustellen, mit Etiketten zu versehen und bei einem der anstehenden Basare abzugeben. Ein Teil des Erlöses wird dann für einen wohltätigen Zweck gespendet, das gefällt mir natürlich gut. Und insgesamt hoffe ich, dass es ein bisschen weniger Arbeit ist, als alles mühsam fürs Internet zu fotografieren, mit Text zu versehen und dann zum Schluss noch zu verpacken und zur Post zu schleppen.

Mal sehen, wie es mir damit ergeht. Auf jeden Fall wieder eine Erfahrung mehr 🙂

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Fußnoten:

  1. Gründungsjahr von ebay war 1995!
  2. Vielleicht schwingt da auch ein bisschen Nostalgie mit, weil meine Mama früher immer die alten Sachen meiner Brüder dort abgab zum Verkauf, daher sind mir diese Basare noch sehr vertraut.

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